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Elmira Anderzhanova, PhD
Elmira Anderzhanova, PhD
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
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Mikrodialyse-Labor (MiLAB)

MiLAB (Mikrodialyse-Labor) ist eine Core Unit, die Mikrodialyse in Mäusegehirnen und sich daran anschließende Analyse von Monoaminen, Aminosäuren, Acetylcholin und Kortikosteron in Dialysaten durchführt.
Mikrodialyse ist eine der leistungsstärksten neurochemischen Techniken, die die Erfassung von Veränderungen in extrazellulär vorhandenen endogenen und exogenen Substanzen im Gehirn frei beweglicher Tiere ermöglicht (Anderzhanova und Wotjak, 2013).

Bei der Planung von Mikrodialyse-Experimenten sollten bestimmte Aspekte berücksichtigt werden, wie z. B.:

  • Welche anvisierte Region und Substanz sind von Interesse?
  • Welche Art von Verhaltenstests und/oder pharmakologischen Eingriffen sollen zur Anwendung kommen?
  • Sind akute oder sub-chronische Experimente geplant?
  • Sollen die Untersuchungen an sich frei bewegenden oder anästhesierten Tieren durchgeführt werden?
  • Wird konventionelle Mikrodialyse oder No-Net-Flux Mikrodialyse verwendet?
  • Ist lokale pharmakologische Behandlung (Reverse Dialysis) erwünscht?
  • Was sind die Charakteristika der MD-Proben (Dimensionen, Membranmaterialien, MWCO, Lieferanten)?

Die Ausstattung von MiLAB ermöglicht die gleichzeitige Untersuchung von 4-6 Tieren.

Probenanalytik

HPLC/ECD ist eine sehr sensitive Methode, um die Konzentrationen von Monoaminen und deren Metaboliten in Mikrodialysaten (Dopamin, Norepinephrin, Serotonin, DOPAC, HVA, 5-HIAA und MHPG) zu bestimmen. Sowohl HPLC/ECD als auch HPLC/FLD werden angewendet, um den Inhalt neuroaktiver Aminosäuren (Glutamat, Aspartat, GABA, Glycin, Taurin, Prolin) zu messen. Die Mikrodialyse bietet die einzigartige Möglichkeit, freies Kortikosteron im Gehirn zu messen, wobei die Konzentrationsbestimmung in den Mikrodialysaten mit Hilfe von RIA oder ELISA erfolgt.

 
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