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Dr. Michael Czisch
Dr. Michael Czisch
Core Unit Leiter
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Neuroimaging

Die Magnetresonanztomographie (MRT) hat sich zu einer essentiellen diagnostischen Methode in der Psychiatrie und Neurologie entwickelt. Die MRT erlaubt die nicht-invasive Erfassung von makrostrukturellen, mikrostrukturellen sowie funktionellen und metabolischen Parametern des zentralen Nervensystems. Die Ausstattung umfasst auch ein präklinisches System zur in-vivo-Messung von Tiermodellen psychiatrischer und neurologischer Erkrankungen. In der Kombination mit dem Human-MRT wird hierbei ein translationaler Ansatz verfolgt: Erkenntnisse der präklinischen Forschung können direkt in Bezug zu Messungen an Patienten gesetzt werden und umgekehrt. Beide Systeme erlauben wiederholte Messungen, um hirnfunktionelle Korrelate der Vulnerabilität bzw. der Widerstandsfähigkeit des Individuums gegenüber psychiatrischen Erkrankungen besser zu verstehen, den Krank­heitsverlauf zu verfolgen sowie den Effekt therapeutischer Interventionen zu objektivieren.

3 Tesla System

Die folgende Zusammenstellung listet exemplarisch verschiedene Aufnahmetechniken der Human-MRT auf:

  • Strukturelle MRT (sMRT) inkl. hochaufgelöste anatomische Aufnahmen
  • Diffusionsbildgebung (diffusionsgewichtete Bildgebung, Diffusionstensor-Bildgebung [DTI], spektrale Diffusionsbildgebung [DSI])
  • Funktionelle MRT (aufgaben-basierte fMRT, fMRT der Ruheaktivität, EEG-basierte fMRT)
  • Quantitative MRT (T1-, T2-Relaxometrie)
  • Perfusionsbildgebung (z. B. Arterielles Spin-Labelling [ASL]) sowie Angiographie (mit und ohne Kontrastmittel)
  • Ganzkörper-MRT (z. B. zur Bestimmung des viszeralen Fettanteils)
  • MR-Spektroskopie (Einzel-Voxel 1H-MRS, “chemical shift imaging” [CSI])
  • Kombinierte Verfahren (EEG/fMRT, Polysomnographie/fMRT, “startle”-EMG/fMRT, Hautwiderstand/fMRT)

9.4 Tesla System

Ein Schwerpunkt der präklinischen Forschung liegt auf folgenden Anwendungen:


•    Strukturelle MRT (hochaufgelöste 3D MR-Bilder (~ 80 µm))
•    MR-Mikroskopie des Mäusehirns (hochaufgelöste MR-Bilder (~ 50 µm)
     ex vivo, Kontrastanreicherung durch Gadolinium oder Mangan)
•    Mangan-verstärkte MRT (für strukturelle und funktionelle Messungen)
•    funktionelle MRT (BOLD basiert, Ruhenetzwerke)
•    MR-Spektroskopie (Einzel-Voxel 1H-MRS)
•    Ganzkörper-MRT (z. B. zur Bestimmung des viszeralen Fettanteils)

 

 
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