Häufig behandelte Erkrankungen

Am Max-Planck-Institut für Psychiatrie werden neurologische und psychiatrische Erkrankungen behandelt. Zu den häufigsten Krankheiten finden Sie hier wichtige Informationen. Unsere Experten antworten auf oft gestellte Fragen und bieten damit einen Einblick in die Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.

eder Mensch kennt Ängste, sie sind ein natürlicher Bestandteil unserer Empfindungen und dienen dem Schutz vor potentiellen Gefahren im Alltag. Bei krankhaften Ängsten steht die Ausprägung der Angst in keinem realistischen Verhältnis zum Ausmaß der erlebten Bedrohung.
Autismus ist eine sogenannte tiefgreifende Entwicklungsstörung, die in den ersten drei Lebensjahren beginnt und die durch Beeinträchtigungen der sozialen Interaktion und Kommunikation sowie stereotype, repetitive Verhaltensweisen gekennzeichnet ist. Definitionsgemäß beginnt Autismus im Kindesalter und bleibt auch im Erwachsenenalter bestehen.
Die öffentliche und mediale Aufmerksamkeit auf den Begriff „Burnout“ zeigt den erheblichen Informationsbedarf unserer Gesellschaft und fördert als Nebeneffekt einen gefährlichen Wildwuchs selbsternannter Experten, die einen lukrativen Markt wittern. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Modebegriff „Burnout“ ist daher notwendig.
Eine Depression kann viele unterschiedliche Formen annehmen. Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass zumindest 15 % der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens an einer Depression erkranken. Früher, als Depressionen vermeintlich seltener waren, waren weniger Menschen bereit, Symptome einer Depression bei einer epidemiologischen Befragung preiszugeben.
Die Multiple Sklerose ist eine chronisch- entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Kennzeichnend für die Erkrankung sind klar abgrenzbare Entzündungsherde, die an verschiedenen Stellen im Gehirn und Rückenmark auftreten. Abhängig vom Ort der Entzündungen können verschiedenste neurologische Beschwerden auftreten.
Das Parkinson-Syndrom wurde nach dem englischen Arzt James Parkinson benannt, der 1817 in seiner "Abhandlung über die Schüttellähmung" erstmals ein Störungsbild des Bewegungsablaufes beim Menschen beschrieb, das durch eine auffällige und typische Kombination neurologischer Krankheitszeichen gekennzeichnet ist. Heute ist bekannt, dass verschiedenste Erkrankungen ein Parkinson-Syndrom verursachen können.
Die Ursache dieser Erkrankungen liegt in einer Störung des Nervenstoffwechsels. Die Bezeichnung Schizophrenie gilt heute als zu ungenau und wird dem Kenntnisstand über die verschiedenen Formen der Erkrankung nicht mehr gerecht.
Schlaf ist für das menschliche Leben von vitaler Bedeutung. Dennoch sind die Funktionen und Auswirkungen des Schlafes noch nicht in allen Einzelheiten erforscht. Etwa 4 % der Bevölkerung leiden unter dauerhaften Schlafstörungen, die auch zu einer Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit tagsüber führen können.
Die wesentlichen Symptome einer Zwangsstörung sind ungewollt wiederkehrende, als unsinnig oder quälend erlebte Gedanken und Handlungen, die beim einzelnen Patienten in unterschiedlicher Ausprägung und Kombination auftreten. Da Patienten das zwanghafte Verhalten in der Regel als sinnlos erleben, versuchen sie zunächst, Zwangsgedanken und Zwangshandlungen bewusst zu unterdrücken.
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