Posttraumatische Belastungsstörung - Folgen von Traumata bewältigen

Max-Planck-Gesundheitsforum

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  • Datum: 12.07.2016
  • Uhrzeit: 18:30 - 20:00
  • Vortragende(r): Dr. med. Ulrike Schmidt
  • Ort: Max-Planck-Institut für Psychiatrie
  • Raum: Hörsaal
  • Gastgeber: Prof. Dr. med. Ludwig Schaaf
Posttraumatische Belastungsstörung - Folgen von Traumata bewältigen
Traumatische Erlebnisse wie schwere Unfälle, Gewaltverbrechen oder Naturkatastrophen können jeden von uns treffen. Ein Teil der Betroffenen entwickelt danach eine psychische Erkrankung, besonders häufig eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Die Wahrscheinlichkeit, nach einem traumatischen Erlebnis eine PTBS zu bekommen, kann man sich nicht aussuchen. Viele äußere Faktoren und auch unsere biologische Veranlagung spielen dabei eine Rolle.

Bildhafte quälende und unwillkürlich auftretende Erinnerungen an die schrecklichsten Momente des traumatischen Erlebnisses sind das Hauptmerkmal der PTBS. Patienten mit PTBS vermeiden Orte, Menschen, Tätigkeiten oder Gedanken, die sie an das Erlebnis erinnern und leiden häufig an Nervosität, Albträumen und Schlafstörungen. Menschen, die in Ihrer Kindheit oder Jugend traumatische Erlebnisse erleiden mussten, haben oft noch zusätzliche Symptome wie Selbstverletzungen oder Stimmungsschwankungen.

Psychotherapie ist die Behandlung der Wahl in der PTBS-Therapie, allerdings muss diese Therapie genau auf den Patienten zugeschnitten – also individualisiert – sein, damit der Therapieerfolg auch nachhaltig ist.

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