Wie wirkt die Gehirnstimulation bei Depressionen und Post-COVID-19?
Die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) ist ein sicheres, gut verträgliches und nicht-invasives Behandlungsverfahren. Dabei wird gezielt ein Magnetfeld eingesetzt, um bestimmte Bereiche des Gehirns zu stimulieren. Mit unserer Studie möchten wir untersuchen, wie sie bei Menschen mit Depression im Zusammenhang mit Post-COVID-19 wirkt.
Die rTMS wird schon erfolgreich genutzt um Depressionen zu behandeln, vor allem dann, wenn eine medikamentöse Behandlung nicht ausreicht. Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass eine rTMS entzündungshemmend wirken und auch depressive Beschwerden im Zusammenhang mit Post-COVID-19 lindern kann. Wir wollen den biologischen Wirkmechanismus der rTMS insbesondere bei Menschen mit Post-COVID-19 besser verstehen, um so die individuelle Behandlung unserer Patient*innen zu verbessern.
Wie läuft die Studie ab?
Haben Sie psychische Beschwerden wie eine depressive Stimmung, Konzentrationsprobleme, wenig Antrieb, Energielosigkeit, Schlafstörung, Ängste usw.? Haben Sie diese oder andere Beschwerden im Zusammenhang mit einer COVID-19-Infektion entwickelt?
Dann freuen wir uns wenn Sie bei der IMPACT-D+-Studie mitmachen. Dabei führen wir parallel zu Ihrer laufenden Behandlung tägliche rTMS-Behandlungen über eine oder sechs Wochen durch.
- Getestet werden zwei verschiedene Stimulationsprotokolle, mit insgesamt 30 aktiven Stimulationen
- Es erfolgen insgesamt 4 Blutentnahmen in Rahmen der IMPACT-D+-Studie
- Wir bitten Sie regelmäßig Fragebögen auszufüllen und führen kurze klinische Interviews durch
Voraussetzung für eine Teilnahme:
- Zwischen 18 und 65 Jahre alt
- Depressive Beschwerden
- Post-COVID-19 Beschwerden
- Teilnahme am Biobanking-Projekt des MPI für Psychiatrie nach Aufklärung
- Keine aktuelle Behandlung mit anderen Neurostimulationsmethoden wie z.B. EKT oder tVNS
- Kein Drogenkonsum oder übermäßiger Alkoholkonsum
- Keine metallischen Fremdkörper, Implantate oder Herzschrittmacher
- Keine Schwangerschaft und/oder Stillen
- Keine Epilepsie oder hirnorganische Störung
Alle Proben und Daten werden datenschutzkonform archiviert und verarbeitet.
Mit Ihrer Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur Erforschung psychischer Erkrankungen und zur Verbesserung der Behandlung unserer Patient*innen.
