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Prof. Dr. Dr. Martin E. Keck
Prof. Dr. Dr. Martin E. Keck
Direktor der Klinik und Chefarzt
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Dr. Johannes Kopf-Beck
Dr. Johannes Kopf-Beck
Postdoc
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Kontaktadresse: psychotherapie@psych.mpg.de

Teilnahme

An der Studie können bis auf Weiteres ausschließlich Patienten unserer Klinik sowie der Tagkliniken teilnehmen. Bitte sprechen Sie bei Interesse Ihren Stationsarzt darauf an.

Studie

Startschuss für weltweit größte Psychotherapie-Studie am Max-Planck-Institut für Psychiatrie

Psychotherapie wirkt, das ist mittlerweile unbestritten. Doch wie wirkt sie? Und auf welchen Ebenen? Was ist mit der biologischen Wirkung, lassen sich auch Veränderungen im Labor nachweisen? Das Max-Planck-Institut für Psychiatrie stellt genau diese Fragen in einer großen, international einmaligen Studie, die jetzt anläuft.

In die Studie sollen innerhalb der nächsten acht Jahre circa 1000 Patienten integriert werden. Sie erhalten neben der Erhebung umfangreicher Blutwerte eine weitreichende Diagnostik mit bildgebenden Verfahren zu sozialer Interaktion und Emotionsregulation. Außerdem durchlaufen sie neuropsychologische Tests und absolvieren ein intensives psychotherapeutisches Gruppen- und Einzelprogramm. Per Zufall ausgewählt, erhält ein Drittel der Patienten eine Schematherapie, ein weiteres Drittel wird mit kognitiver Verhaltenstherapie behandelt, das letzte Drittel bekommt eine individuelle unterstützende Behandlung. In acht Wochen absolvieren die Patienten 32 Sitzungen, die im Nachhinein analysiert werden.

"Ziel ist, Erkenntnisse über die biologische Wirkung von Psychotherapieverfahren zu gewinnen“, fasst Martin Keck, Studienleiter sowie Chefarzt und Direktor der Klinik am Max-Planck-Institut für Psychiatrie, zusammen.

Neue Verfahren wie Schematherapie

Die Studie soll außerdem neue psychotherapeutische Verfahren wie die Schematherapie auf ihre Wirksamkeit in der Depressionsbehandlung prüfen. Die Therapeuten kombinieren bei einer Schematherapie Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie mit Elementen psychodynamischer Konzepte. Dadurch thematisieren sie stärker als bei klassischer Verhaltenstherapie Emotionen, prägende Erfahrungen aus der Vergangenheit und die Beziehung zwischen Patient und Therapeut.

„Aktuell weiß man noch zu wenig darüber, welcher Patient von welcher Form der Therapie wie und warum profitiert. Das möchten wir ändern“, hält Johannes Kopf-Beck, wissenschaftlicher Mitarbeiter und stellvertretender Studienleiter fest. Mit diesem Ziel leistet die Studie einen wichtigen Schritt hin zu einer „personalisierten Psychotherapie“, die das Wohl des einzelnen Patienten in den Mittelpunkt des therapeutischen Handelns stellt.


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