Herzlich willkommen an der Max-Planck-Tagklinik für Depressionen

Herzlich willkommen an der Max-Planck-Tagklinik für Depressionen

Seit 2002 haben wir uns erfolgreich auf die Behandlung von Depressionen, eine der häufigsten Folgeerkrankungen von Stress,  spezialisiert. Zunächst ein Modellprojekt der Krankenkassen, etablierte sich diese Form der krankheitsspezifischen Therapie seit 2005 als fester Bestandteil des Angebotes der Klinik des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie.

Als kleine, eigenständige Einheit einer exzellent ausgestatteten Fachklinik sind wir in der Lage, ein sehr persönliches therapeutisches Milieu herzustellen. Daneben haben wir Zugang zu allen Abteilungen des vollstationären Bereiches der Klinik und sind durch unsere renommierte Forschungsabteilung medizinisch immer auf dem neuesten Stand.

Ziel unserer Behandlung ist nicht nur die psychische und somatische Gesundheit unserer Patientinnen und Patienten, sondern vor allem auch deren berufliche und gesellschaftliche Wiedereingliederung. Hierbei begleiten wir unsere Patienten als Partner und bieten Unterstützung in vielfältigen Bereichen.

In Kooperation mit neurologischen, internistischen und endokrinologischen Fachkollegen unserer Klinik führen wir zu Beginn des tagklinischen Aufenthaltes zunächst eine eingehende differentialdiagnostische Abklärung der Depression durch. Wir haben jahrelange Erfahrung in der Auswahl wirksamer und gut verträglicher medikamentöser Behandlungsstrategien der Depression auch bei bisher therapieresistenten Erkrankungsverläufen und nutzen dabei intensiv die Möglichkeit der Bestimmung von Plasmakonzentrationen der Psychopharmaka in unserem neurochemischen Labor. Auch die Abgrenzung von Depressionen gegenüber Frühformen neurodegenerativer Erkrankungen gehört zu unserem Aufgabenspektrum.

Täglich finden verhaltenstherapeutische Gruppen- und Einzelgespräche statt. In diesen lernen die Patienten mit den unterschiedlichen, durch ihre Erkrankung ausgelösten Problemen, umzugehen, wie fehlender Lebensfreude, Aktivitätsmangel, negativem Stress, Grübeln und dysfunktionalen Gedanken, sozialem Rückzug oder Gewichtsproblemen.

Etwa 90 % unserer Patientinnen und Patienten sind im Erwerbsalter. Wichtig ist es deshalb, lange Zeiten von Arbeits- oder Erwerbsunfähigkeit zu vermeiden. Ein Schwerpunkt liegt daher auch auf der Behandlung kognitiver Beeinträchtigungen (z. B. Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen). Eine Rückkehr an den Arbeitsplatz und ein nachhaltiger Erhalt der Arbeitsfähigkeit haben in unserer Behandlung hohe Priorität.

Um dies zu erreichen, besuchen unsere Patienten nach einer Phase der psychischen Stabilisierung unsere arbeitstherapeutische Abteilung. Hier werden zum einen die Basisarbeitsfähigkeiten trainiert und zum anderen immer komplexere Arbeitsaufgaben für einen immer längeren Zeitraum übernommen. Parallel wird durch unsere Sozialpädagogin Kontakt zum Arbeitgeber aufgenommen, um gemeinsam die Phase der gestuften beruflichen Wiedereingliederung erfolgreich zu bewältigen. Sowohl der Patient als auch der Arbeitgeber bekommen hierfür auch nach der Entlassung weitere ambulante Unterstützung.

Für Patientinnen und Patienten, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, gibt es die Möglichkeit, im Rahmen eines Jobcoachings eigene Fähigkeiten und Schwerpunkte herauszuarbeiten und nach Wegen zu suchen, einen geeigneten Arbeitsplatz oder eine passende Weiterbildung zu finden.

Die hohe Zahl unserer erfolgreichen Wiedereingliederungen gibt uns in unserem Bemühen um diesen wichtigen Aspekt recht.

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