Florian Holsboer erhält die Wagner-Jauregg-Medaille

Die Österreichische Gesellschaft für Neuropsychopharmakologie und Biologische Psychiatrie (ÖGPB) zeichnet Prof. Dr. Dr. Dr. hc. mult. Florian Holsboer aus, den ehemaligen Direktor des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München.

21. November 2014
Siegfried Kasper, Florian Holsboer und Gabriele Sachs bei der Preisübergabe.

Florian Holsboer studierte an der LMU München Chemie und Medizin. Nach seiner Habilitation an der Psychiatrischen Universitätsklinik Mainz, wurde er auf den Lehrstuhl für Psychiatrie nach Freiburg berufen. Seit 1989 war er Direktor des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München. Dort schied er 2014 aus und übernahm den Vorsitz der Geschäftsführung des Pharmaunternehmens HMNC GmbH.

Neben zahlreichen Preisen wie dem Anna-Monika-Preis, dem Robert Pfleger-Forscherpreis oder dem Zülch-Preis für seine Forschungsarbeiten erhält er nun die Wagner-Jauregg-Medaille. Die Auszeichnung für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Psychopharmakologie und biologischen Psychiatrie wird Florian Holsboer anlässlich der 16. Jahrestagung der ÖGPB in Wien verliehen.

Wagner-Jauregg-Medaille

Die Medaille wurde im Jahr 2007 in Erinnerung an Julius Wagner-Jauregg und aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der ÖGPB gestiftet. Julius Wagner-Jauregg erhielt als erster Psychiater den Nobelpreis für Medizin für seine erfolgreiche Behandlung der Spätform der Syphilis und die Entdeckung der therapeu­tischen Bedeutung der Malariaimpfung. Die Preisträger werden vom Vorstand der ÖGPB unter dem Vorsitz des Präsidenten ausgewählt.

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