Mareike Stieg und Mathias Riebold von der DGE ausgezeichnet

Im Rahmen des 58. Symposiums der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) in Lübeck erhalten zwei junge Forscher vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie Preise für ihre klinische Arbeit auf dem Gebiet der Neuroendokrinologie.

19. März 2015

v.l.: Marcelo Paez-Pereda, Mathias Riebold, Mareike Stieg, Günter Stalla

Mareike Stieg studierte Humanmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München und befasste sich im Rahmen ihrer Promotion im Mausmodell mit einer kombinierten Chemo-Immuntherapie bei aggressiven Tumoren der Bauchspeicheldrüse. Im September 2013 trat sie ihre Position als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Assistenzärztin in der Facharztausbildung Innere Medizin / Endokrinologie am Max-Planck-Institut für Psychiatrie an.

Der klinische Fokus von Mareike Stieg in der Ambulanz für Neuroendokrinologie und Andrologie unter Leitung von Günter Stalla liegt auf der Behandlung von Patienten mit seltenen hormonellen Erkrankungen mit einer Fehlfunktion der Hirnanhangsdrüse, wie beispielsweise bei Morbus Cushing. Wissenschaftliche Fragestellungen bezüglich einer optimierten Patientenversorgung ergeben sich aus ihrer täglichen Arbeit in der Ambulanz.

Dank dem mit 10.000 Euro dotierten „Pfizer Young Investigator Fellowship 2015“ der DGE wird Mareike Stieg nun untersuchen, welchen Einfluss die Gabe von Hydrokortison auf körperliche und psychische Aspekte, insbesondere auf die Lebensqualität, der Patienten mit Nebennierenunterfunktion hat. In diesem Rahmen möchte sie herausfinden, ob sich die Bestimmung des Cortisolgehalts in Haaren oder Stoffwechselprodukte im Urin als Biomarker eignen, um eine optimale Dosierung für Patienten festzulegen.

Mathias Riebold studierte Biologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Für seine Promotion in der Forschungsgruppe von Günter Stalla am Max-Planck-Institut für Psychiatrie erhält er nun von der DGE den mit 12.000 Euro dotierten „Schoeller-Junkmann-Preis 2015“.

In seiner Doktorarbeit untersuchte Mathias Riebold die molekularen Mechanismen, wie der pflanzliche Wirkstoff Silibinin aus der Mariendistel als nicht-invasive Behandlungsstrategie gegen Morbus Cushing wirkt. Seine Forschungsergebnisse wurden in der renommierten Fachzeitschrift Nature Medicine veröffentlicht.

Als Post-Doktorand forscht Mathias Riebold nun am Universitätsklinikum Tübingen in der Abteilung Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie unter Leitung von Nisar P. Malek an zellulärem Stress in Lebertumoren.

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