Hochleistungsstarker Magnetresonanztomograph für Tiere

Spektakuläre Lieferung ins Max-Planck-Institut für Psychiatrie

14. Juni 2016
Der neue 9.4 Tesla Magnet schwebt Anfang Juni ein. 5.5 Tonnen schwer, mit flüssigem Helium bereits tiefstgekühlt (-269 °C), jedoch noch ohne Magnetfeld. Geliefert wird vom Schwabinger Krankenhaus aus über die Mauer. Etwa vier Wochen später soll das System installiert und komplett funktionsfähig sein.


Die Magnetresonanztomographie (MRT) erlaubt es, ohne jegliche Strahlenbelastung und nicht-invasiv Schnittbilder des Gehirns anzufertigen. In der klinischen bildgebenden Diagnostik ist die MRT das Standardverfahren bei neurologischen und psychiatrischen Patienten. Die gleiche Methode kann auch bei Tiermodellen eingesetzt werden. Mit dieser Methode können also strukturelle, funktionelle und metabolische Prozesse im Gehirn am lebenden narkotisierten Tier untersucht werden ohne jegliche belastende Eingriffe. Erkenntnisse über solche Prozesse im Gehirn zu erlangen, ist die Grundlage für neue therapeutische Ansätze zur Behandlung psychiatrischer Erkrankungen.

In der präklinischen MRT sind wesentlich höhere Feldstärken erforderlich, um qualitativ ausreichende Bilder zu erzeugen als im klinischen MRT.

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