Facharzt/PhD Programm erhält Förderung durch die Else Kröner-Fresenius-Stiftung

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der LMU und das Max-Planck-Institut für Psychiatrie München erhalten Förderung durch die Else Kröner-Fresenius-Stiftung zur Facharzt/PhD Ausbildung auf dem Gebiet der Psychiatrie und Neurowissenschaften

28. Juni 2016

Das Forschungskolleg „Translationale Psychiatrie“ erhält zur Betreuung und Ausbildung angehender Clinician Scientists eine Förderung durch die Else Kröner-Fresenius-Stiftung in Höhe von einer Million Euro.

Um das klinische Potenzial neuer wissenschaftlicher Entdeckungen zu erkennen und es in die klinische Anwendung zu tragen, braucht es Clinician Scientists: Ärzte, die in der Forschungswelt der Gene, Moleküle und Krankheitsmechanismen genauso zuhause sind wie am Krankenbett. In Zusammenarbeit mit der Graduiertenschule International Max Planck Research School for Translational Psychiatry (IMPRS-TP) bietet das von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung geförderte Forschungskolleg „Translationale Psychiatrie“ ein einzigartiges integriertes Programm zur Durchführung experimenteller und klinischer Forschung für angehende Fachärzte der Psychiatrie und Psychotherapie. Ihre Ausbildung erfolgt an den Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie der LMU München und des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie München.

Förderung der Kollegiaten zum „PhD for Medical Research“ und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie.

Das Forschungskollegium ermöglicht den angehenden Fachärzten für Psychiatrie und Psychotherapie (Kollegiaten) grundlagenorientierte und klinische Forschung im Rahmen eines anregenden Expertennetzwerks aufzubauen. Eine solide methodische Ausbildung sowie eine frühe wissenschaftliche Selbstständigkeit werden angestrebt. Für ein Jahr Vollzeit und anschließend zwei Jahre Teilzeit können die Kollegiaten sich - von klinischen Verpflichtungen befreit - der Etablierung ihres Forschungsansatzes widmen. Anschließend verfolgen sie beides, klinische Weiterbildung zum Facharzt und Forschung parallel weiter und sind so in der Lage den Brückenschlag zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und klinischer Anwendung zu vollziehen. Die Kollegiaten schließen ihre translationale neurowissenschaftliche und klinische Forschung mit dem „PhD in Medical Research“ ab.

„Ein zentrales Anliegen des Else-Kröner-Fresenius-Forschungskollegs „Translationale Psychiatrie“ ist der rasche Transfer von neuem Wissen aus der Grundlagenforschung zu krankheits- und patientenorientierter klinischer Forschung und Anwendung“, sagt Elisabeth Binder, Geschäftsführende Direktorin des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie und stellvertretende Sprecherin des Kollegs. In den vergangenen circa zehn Jahren haben neue Forschungsmethoden in Bildgebung, Molekulargenetik und experimenteller Modellbildung erstmals Einblicke in die komplexen Entstehungsmechanismen von psychischen Erkrankungen wie der Schizophrenie, Depression und bipolaren Störung erlaubt. „Um dieses Erkenntnispotenzial in neue Therapieansätze zu übersetzen und die Grundlagen für eine neue Versorgungsrealität zu schaffen, können wir nun, dank der Förderung in Höhe von einer Million Euro durch die Else Kröner-Fresenius-Stiftung, Fachärzte für Psychiatrie mit einer fundierten Kenntnis molekularer Grundlagen ausbilden“ hebt Peter Falkai, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Klinikums der LMU München und Sprecher des Kollegs, hervor. Die schon etablierte enge Kooperation zwischen dem grundlagenstarken Max-Planck-Institut für Psychiatrie und der Universitätsklinik für Psychiatrie schafft optimale Voraussetzungen für das mit der IMPRS-TP verschränkte Forschungskolleg.

SSH, MM, EF

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