Preis zur Erforschung von psychischen Erkrankungen für Leonhard Schilbach

Arzt und Forscher des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie ausgezeichnet

28. November 2016
DGPPN-Vorstand Andreas Meyer-Lindenberg überreicht Leonhard Schilbach den Preis

PD Dr. Leonhard Schilbach, Arzt und Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Psychiatrie, hat am 25. November den Preis der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) zur Erforschung von psychischen Erkrankungen erhalten. Die Jury würdigt seine Arbeit an der Schnittstelle zwischen „sozialer“ Neurowissenschaft und Psychiatrie und hebt den hohen Innovationswert sowie die hervorragende methodische Qualität hervor. Darüber hinaus weist sie auf die hochrangigen Publikationen des Preisträgers hin.

Schilbach erhält die Auszeichnung für seine wissenschaftlichen Arbeiten, die einem integrativen Ansatz folgend die Funktion des gesunden und erkrankten Gehirns im Rahmen von sozialer Interaktion untersuchen. Diese Zielsetzung resultiert aus der Einsicht, dass psychische Erkrankungen vor allem durch Beeinträchtigungen der Interaktionsfähigkeit charakterisiert sind. Der Ansatz verspricht somit Beiträge zur Aufklärung über neuronale Pathomechanismen und Interventionen auf dem Niveau neuronaler Netzwerke zu leisten und könnte dabei helfen, die dringend notwendige Brücke zwischen den sogenannten sozialen Neurowissenschaften und der klinischen Anwendung zu schlagen.

Mit diesem Preis fördert die DGPPN junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die mit herausragenden Forschungsarbeiten und zukunftsweisenden Modellen zu bedeutsamen Entwicklungen im Bereich der psychischen Erkrankungen und deren Behandlung beitragen. „Herzlichen Glückwunsch! Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung für unseren Kollegen Leonhard Schilbach“, freut sich Dr. Dr. Elisabeth Binder, geschäftsführende Direktorin des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie.

AS

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