Repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS)

Magnetische Hirnstimulation als Alternative bei therapieresistenten Depressionen

15. Juni 2021

Neu ab dem 15. Juli für stationäre PatientInnen

An unserer Forschungsklinik führen wir das rTMS-Verfahren stationär durch: PatientInnen sitzen dabei bequem im Stuhl.

Ein Drittel bis die Hälfte der PatientInnen, die an einer Depression leiden, sprechen nicht zufriedenstellend auf Medikamente an. Hier kann die transkranielle Magnetstimulation (rTMS) eine Alternative sein. Das nicht-invasive, gut verträgliche Verfahren kann die Nervenzellen im Gehirn durch elektromagnetische Spannung aktivieren oder deaktivieren und dadurch eine stärkere oder verminderte Vernetzung bewirken. Für individuell optimale Stimulationsergebnisse bestimmen die ÄrztInnen vorher genau die individuelle Erregungsschwelle des Patienten oder der Patientin. Die Individualisierung der Therapie durch die Anpassung der Stimulationsspule, Stimulationsparameter sowie die Verbindung mit struktureller und funktioneller Bildgebung ist entscheidend für ihren Erfolg.

Die Stimulationsspule wird an einem genau definierten Ort nah am Kopf des Patienten platziert. Ihre Position bestimmt das Neurostimulationsteam auch unter Zuhilfenahme von Bildern aus dem MRT.

Eine rTMS-Behandlung dauert je nach PatientIn zehn bis 45 Minuten. Sie wird in der Regel montags bis freitags drei bis sechs Wochen lang durchgeführt. Die elektromagnetische Spule wird am Kopf platziert. Während der Behandlung sind keine sedierenden oder andere medikamentöse Maßnahmen notwendig. Das rTMS-Therapiesystem sollte nicht von Personen verwendet werden, die magnetisch empfindliches Metall im Kopf oder in einem Umkreis von 30 Zentimetern von der Magnetspule haben, das nicht entfernt werden kann.

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