Ambulanz für Bewegungsstörungen

Ambulanz für Bewegungsstörungen

Unsere Spezialambulanz für Bewegungsstörungen wendet sich schwerpunktmäßig an PatientInnen mit Parkinsonscher Krankheit in allen Erkrankungsstadien, aber auch an Betroffene mit anderen Bewegungsstörungen wie essentiellem Tremor, Restless-Legs-Syndrom, Tic-Erkrankungen und tardiven Dyskinesien.

Die Parkinsonsche Krankheit ist eine der häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen. Die Ursache der sporadisch auftretenden Formen ist bisher nicht geklärt. Epi­demiologische, neuro­pathologische und laborchemische Studien lassen eine multi­faktorielle Entstehung ver­muten. Dabei spielen genetische Prädisposition, Umweltgifte und Alterungsprozesse eine wichtige Rolle. Im Gegensatz zu vielen anderen neuro­de­genera­tiven Erkrankungen können die Symptome der Parkinsonschen Krankheit durch eine ent­sprechende Pharmako- und Physiotherapie erfolgreich behandelt werden.

Wir bieten eine differentialdiagnostische Abklärung sowie eine Behandlungseinleitung bzw. Therapie­optimierung im ambulanten Setting und in Zusammenarbeit mit unserer neuro­logischen Station. Auf der Grundlage einer diagnostischen Einordnung und der bisherigen Behandlung erfolgt unter Beachtung neuester Studienergebnisse eine indi­viduelle Therapie­planung.

Betreuung von Patienten mit Tiefenhirnstimulation

Parkinsonpatienten mit Tiefenhirnstimulator können in unserer Ambulanz einschließlich regelmäßiger Schrittmacherkontrollen und Anpassung der Begleitmedikation betreut werden.

Weitere Beratungsmöglichkeiten:

Psychosoziale Beratung
Aufgrund des langen Krankheitsverlaufes ergeben sich häufig Fragen zu Rehabilitations­behandlungen, Hilfsmittelverordnungen, sozialrechtlichen Fragen oder  Fragen zur behindertengerechten Einrichtung der Wohnung. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Psychosozialen Beratung des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie können diese Aspekte bei der Behandlung berücksichtigt werden. mehr
Gezielte Krankengymnastik (Physiotherapie) und Sporttherapie sind wichtige Bausteine der stationären Parkinsonkomplexbehandlung und auch der ambulanten Therapie. Bei feststehenden Diagnosen aus dem Bereich der Parkinson-Syndrome ist eine wiederholte und längerfristige Rezeptierung von Physiotherapie durch unsere Ambulanz möglich. Die Durchführung der Physiotherapie selbst ist am Max-Planck-Institut für Psychiatrie nur im stationären Rahmen, nicht jedoch ambulant, möglich. mehr
Bestimmte Medikamente bei der Behandlung des M. Parkinson erfordern die Beachtung (einfacher) diätetischer Regeln. Auch für allgemeine Ernährungsfragen und Gewichtsreduktion, durch die die Beweglichkeit allgemein meist auch verbessert werden kann, steht am Max-Planck-Institut für Psychiatrie eine Ernährungsberatung zur Verfügung. mehr
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