WFSBP ehrt Florian Holsboer für sein Lebenswerk

9. Juli 2013

Der Weltverband der Gesellschaften für Biologische Psychiatrie (WFSBP) hat Professor Florian Holsboer für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der biologischen Psychiatrie ausgezeichnet

Professor Florian Holsboer

Der Weltverband der Gesellschaften für Biologische Psychiatrie (WFSBP) hat Professor Florian Holsboer, Direktor am Max-Planck-Institut für Psychiatrie, für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Mit dem Preis würdigt das Exekutivkomitee des Weltverbands den bedeutenden Einfluss von Florian Holsboer auf die heutige biologische Psychiatrie sowie seine herausragenden und lebenslangen Leistungen auf diesem Gebiet.

Die Verleihung fand am 23. Juni im Rahmen der Eröffnungszeremonie des elften Weltkongresses des WFSBP in Kyoto statt, an der auch das japanischen Kaiserpaar teilnahm. Ebenso richtete der japanische Premierminister Shinzō Abe eine Grußbotschaft an die Veranstaltung und die Eröffnung des Kongresses wurde vom nationalen Fernsehsender Nippon Hōsō Kyōkai (NHK) übertragen.

Wie die französische Professorin Florence Thibault, Präsidentin des WFSBP, erklärte, „erhält Professor Holsboer die Auszeichnung in Würdigung seiner Verdienste um die Psychopharmakologie; insbesondere um die personalisierte Depressionstherapie und die Entwicklung eines Forschungsinstituts, in dem Grundlagenforschung und klinische Forschung vollständig integriert sind.“

Die WFSBP setzt sich aus 63 nationalen Gesellschaften für Biologische Psychiatrie zusammen und verfolgt das Ziel, wissenschaftliche Forschung und Errungenschaften auf dem Gebiet der Biologischen Psychiatrie weltweit zu fördern. Aktuell stehen dem Verband mehrere Wissenschaftler aus Europa, Japan und Südamerika vor.

Florian Holsboer ist seit vielen Jahren freundschaftlich mit japanischen Kollegen und Forschungseinrichtungen verbunden. Professor Teruhiko Higuchi, Präsident des National Center of Neurology and Psychiatry in Tokio, erklärte am Rande der Tagung: „Professor Holsboer hat die freundschaftlichen Verbindungen mit persönlichem Engagement neu belebt. Ich freue mich deshalb ganz besonders, dass er den WFSBP Lifetime Achievement Award erhält.“

Das Max-Planck-Institut für Psychiatrie (MPIP) verbindet eine enge und sehr lange wissenschaftliche Zusammenarbeit mit der psychiatrisch-neurologischen Forschung in Japan. Diese reicht zurück bis zum wissenschaftlichen Austausch zwischen Emil Kraepelin – dem Leiter der Vorgängerorganisation des MPIP – und dem berühmten japanischen Psychiater Shuzo Kure Anfang des 20. Jahrhunderts. Diese rund 100-jährige Zusammenarbeit wird bis heute fortgesetzt und führte zuletzt im Oktober 2012 zu einem gemeinsamen wissenschaftlichen Symposium des MPIP und des National Center of Neurology and Psychiatry (NCNP) auf Schloß Ringberg am Tegernsee.

MG

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