Behandlung der Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobie

Kurzzeittherapie mit circa sechs Sitzungen in München

Blutabnahmen, Impfungen oder kleine Eingriffe können bei manchen Menschen sehr starke Ängste und teilweise Ohnmacht auslösen, so dass sie diese vermeiden oder nur mit sehr hoher Belastung und Stress verbunden erleben. Wenn die große Furcht vor solchen Interventionen zu negativen Konsequenzen für die Gesundheit und ausgeprägtem Leiden führt, wird diese als phobisch bezeichnet.

Die Blut-Spritzen-Verletzungsphobie entwickelt sich i.d.R. bereits in der Kindheit und beeinträchtigt die Betroffenen, wenn sie nicht behandelt wird, über die gesamte Lebenspanne hinweg durch die Vermeidung wichtiger gesundheitsbezogener Interventionen. Im Kindes- und jungen Erwachsenenalter ist die Zahl der Betroffenen mit 20 bis 30 Prozent häufig, über die gesamte Lebensspanne beträgt die Prävalenz circa drei Prozent, da die Erkrankungshäufigkeit im höheren Alter deutlich absinkt. Negative Erfahrungen mit Nadelstichen/ Injektionen in der Kindheit prädisponieren zu phobischen Ängsten im Erwachsenenalter.

Vermeiden von Impfungen

Die zentrale Angstreaktion bezieht sich auf das Sehen von Blut, die Injektion selbst und den damit verbundenen Schmerzreiz sowie Kontrollverlust z.B. durch eine Ohnmacht. Langfristig vermeiden Betroffene Arztbesuche und notwendige gesundheitliche Interventionen wie Impfungen. Das Ansprechen auf gängige Methoden der Schmerzreduktion verschlechtert sich. Wie viele Erwachsene aufgrund einer Spritzenphobie eine Impfung ablehnen, wurde bislang nur wenig untersucht, schätzungsweise ca. fünf bis sieben Prozent.

Kurzzeittherapie

"In vivo Exposition" ist Therapie der Wahl bei Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobie aufgrund der hohen Wirksamkeit. Das bedeutet, wir konfrontieren unsere PatientInnen mit dem angstmachenden Ereignis. Dies geschieht in Form einer Kurzzeitintervention mit circa sechs Sitzungen, die vor allem die Elemente der Exposition beinhaltet. Sie können nur vor Ort in München stattfinden. Sehen Sie hier unser Verhaltenstherapeutisches Kurzinterventionsprogramm. Für Betroffene, die zu Bewusstlosigkeit und Ohnmacht neigen, steht zusätzlich die Methode der angewandten Anspannung nach Öst (Öst und Sterner, 1987) zur Verfügung.

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